Der Landseer

Der Ursprung dieser Rasse liegt in Neufundland. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts brachten Fischer die ersten Exemplare mit nach Europa, gerade nach England, wo der "Newfoundland Dog" der Hund des Adels wurde. Die Rasse wurde nach Sir Edwin Landseer benannt (1802-1873), einem englischen Tiermaler, der die berühmtesten Bilder dieser Rasse schuf. Mitte des 18. Jahrhunderts nahm die Zucht des Landseers ab und ging zum Teil in die der Neufundländer über, da sich das Interesse mehr dem schwarzen Neufundländer zuwandte. Mit Anfang des letzten Jahrhunderts begannen einige Züchter mit den noch vorhandenen Landseer und Neufundländern, die Landseerblut in sich trugen, wieder diese alte Rasse zu züchten.



Der sanfte Riese

Der Landseer ist ein großer, kräftiger, harmonisch gebauter Hund. Der Rüde erreicht eine Schulterhöhe von 72 - 80 cm, die Hündinen 67 - 72 cm. Trotz dieser großen und mächtigen Erscheinung ist sein Wesen sanftmütig und liebenswert. Er ist treu und sehr auf den Menschen bezogen, dies bedeutet, dass sich der Landseer eher wie ein zu groß geratener Schoßhund versteht. Er ist stehts bemüht seine Liebe auf alle Familienmitglieder gerecht zu verteilen und kann seine Zärtlichkeitsbezeugungen auch schonmal etwas rabiat ausfallen lassen.
Der Landseer ist ein angenehmer und ruhiger Haushund, der nicht ohne Grund bellt. Gäste des Hauses begrüßt er freundlich, Fremden gegenüber verhält er sich wachsam. Doch trotz dieser vielen positiven Eigenschaften ist eine konsequente Erziehung unabdingbar und dies ab dem Welpenalter.